Worum geht’s?Die Tabakfabrik Linz steht seit nun zwei Jahren leer. Seit einem Jahr wird sie für sehr unterschiedliche Events genutzt. Eine Zwischennutzung im Sinne einer zielgerichteten Pioniernutzung findet noch nicht statt. Eine nahe und ferne Zukunft des Areals ist nach wie vor vollkommen offen. Trotzdem, und auch gerade deshalb, ist das einzigartige und riesige Areal und Ensemble Projektionsfläche für alle möglichen Interessensgruppen in der Stadt. Insbesondere freischaffende Kreative und KulturarbeiterInnen streben nach einer möglichst raschen Pioniernutzung eines Teils der Tabakfabrik. Im Rahmen eines zwei-tägigen Workshops wollen rund 20 Personen, Kulturschaffende, Architekten, Sozialwissenschafter und Juristen, die Möglichkeiten einer partiellen, kulturellen Pioniernutzung ausloten. „wollen wir wirklich Tabakfabrik?“ befasst sich daher speziell mit der Herausforderung einer zielführenden Erstnutzung/ Pioniernutzung durch v.a. lokale aber auch internationale Kulturschaffende. Dabei werden Probleme und Möglichkeiten der Tabakfabrik in Hinblick auf eine 3-5 jährige solche Pioniernutzung in einem kleinen Teil der Tabakfabrik herausgearbeitet und nach möglichen Lösungen gesucht. Die Ergebnisse werden dann als Positionspapier in einer gemeinsamen abschließenden Pressekonferenz am Dienstag den 6.12. präsentiert. Der Workshop findet vor Ort in der Tabakfabrik (ehem. Pfeifentabakgebäude, Donaulände) statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt um eine intensive Arbeitssituation zu schaffen. Anmeldungen sind verbindlich. Am Ende des Workshops (Samstag abend) gibt es einen öffentlichen Abschluss. |
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ZielDer Workshop „wollen wir wirklich Tabakfabrik?“ gliedert sich in vier inhaltlich sich ergänzende Arbeitsgruppen. Diese gehen folgenden Fragen nach:
In der konzentrierten Form eines transdisziplinären Workshops soll eine realitätsbezogene und maßgeschneiderte Lösung für die Bedürfnisse der v.a. lokalen Kulturschaffenden in Hinblick auf eine Pioniernutzung gefunden werden. |
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MethodikDer Workshop dauert zwei volle Tage und findet vor Ort in der Tabakfabrik statt. Beide Tage haben geschlossenen Charakter. Rund 20 ausgewählte Personen aus verschiedensten Disziplinen nehmen daran teil. Vier Arbeitsgruppen nähern sich aus unterschiedlichen Gesichtspunkten der Thematik einer raschen Pioniernutzung durch Kreative und Kulturschaffende. (Bedarf, Organisation, Rechtliches, Stadtentwicklung) Freitag vormittag dient der gemeinsamen Wissensbildung: Impulsvorträge von Insidern bilden die Grundlage für die weiteren 1 ½ Tage:
Anschließend wird abwechselnd in Kleingruppen und in der großen Runde gearbeitet. Samstag Abend werden die vorläufigen Ergebnisse „work in progress“ berichtet. Konsulenten (insbesondere für Rechtliches) sind Teil des Workshops. „Wollen wir wirklich Tabakfabrik?“ will auch ein methodischer Versuch sein selbstorganisiert, partizipatorisch, transparent und ergebnisorientiert zu arbeiten. Ziel ist die Erarbeitung eines eigenes Positionspapiers. |
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Wollen Sie an dem Workshop teilnehmen?Die Anmeldephase ist leider abgeschlossen. |
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Themen Arbeitsgruppen1. Arbeitsgruppe Organisation / Leitung Stefan Haslinger—> Die Arbeitsgruppe Organisation will herausfinden in welcher Form die vielen unterschiedlichen Akteure der freien Kulturtreibenden in Linz gemeinsame Interessen formulieren können bzw. welche Organisation möglich und nötig wäre um diese Interessen vertreten zu können. Die erste Ebene geht der Frage nach: „Wer spricht?“ Dahinter steht die Überlegung, dass es für die Beteiligten klar sein muss, unter welchem Label, welcher Dachmarke Verhandlungen, Positionen, Projekte getätigt und entwickelt werden. Nur wenn für die Beteiligten klar ist, in welchem (Organisations-)Rahmen sich ihr Engagement bewegt, kann daraus auch eine tragfähige und durchsetzbare Handlungsfähigkeit entwickelt werden. Auf der zweiten Ebene wird es darum gehen, Modelle möglicher Organisationsformen der angestrebten Pioniernutzung zu denken und zu entwickeln. Anhand von Best Practice Beispielen und möglichen Szenarien einer weiteren Zwischennutzung der Tabakfabrik Linz, wird daran gearbeitet werden, organisatorische Rahmen(-bedingungen) zu entwickeln, die es ermöglichen, künftige Entwicklungen bestmöglich zu begleiten. Für und wider von etablierten und erprobten Organisationsmodellen stehen zur Debatte, ebenso wie das Erarbeiten von neuen Formen einer organisationellen Zusammenarbeit. 2. Arbeitsgruppe Raum / Leitung Tanja Brandmayr & Claudia Seigmann—> Die Arbeitsgruppe Raum hat zum Ziel eine möglichst konkrete Erhebung des Bedarfs an Räumlichkeiten und die Art der Nutzung dieser Räumlichkeiten durch die beschriebene Zielgruppe der selbständigen Kreativen und freien Kulturschaffenden zu erarbeiten. Wie viel Raum wird benötigt und von wem? Zu welchem Zweck und in welcher Qualität? Die anwesenden Workshop-TeilnehmerInnen stellen die Personen, Gruppen, Kollektive, Organisationen und Institutionen fest, die bereits jetzt dringenden Bedarf an Räumlichkeiten haben, bzw. die mittel- und langfristiges Interesse haben, in die Tabakfabrik zu übersiedeln. Wo könnten sich diese Räume in der Tabakfabrik befinden, welche Adaptionen wären notwendig, welche Kostenmodelle sind vorstellbar? Darüber hinaus soll ein Bedarf an temporärer Nutzung diskutiert werden, bzw. ein Bedarf, der als Off-Space oder Open-Lab definiert werden kann: Welche Phasen der Entwicklung braucht es dafür? Da der Punkt „Bedarf“ in seiner Präzisierung möglicherweise sehr komplex ist, geht es in diesem Workshop vor allem darum, einen exemplarischen Fokus zu legen: Wie sind die Bedarfslagen innerhalb der darstellenden Kunst? Und was die Art und Weise einer Raum- und Infrastrukturnutzung anbelangt: Wie können diese Bedarfslagen über die Spartengrenzen Tanz, Theater, Performance gebündelt werden? Wem geht es um Zwischennutzung, wem um dauerhafte Nutzung? Wie und in welchem Verband könnte eine Pioniernutzung aussehen – und unter welchen Bedingungen? 3. Arbeitsgruppe Recht / Leitung Thomas Diesenreiter—> Die Arbeitsgruppe Rechtliches hat zum Ziel rechtliche Rahmenbedingungen einer 3-5 jährigen Pioniernutzung der Tabakfabrik auszuloten. Dabei wird eine Mietsituation angestrebt, die der Komplexität einer Pioniernutzung d.h. sowohl Eigentümer als auch Nutzer mittelfristig gerecht wird. Wie kann man gegenüber dem Eigentümer, der Stadt, argumentieren, um überhaupt die Möglichkeit zu einer kurz- und mittelfristigen Zwischennutzung zu haben? Wie können Ängste von Seiten der Eigentümer vermieden werden? Welche Rahmenbedingungen braucht es, um eine WIN WIN Situation zu schaffen? Wie könnte ein Mustervertrag aussehen, um für beide Parteien Rechtssicherheit zu schaffen? Wie sehen Alternativen zu Mietverträgen aus, um aus dem starren rechtlichen Mietrechts-Rahmen auszubrechen und für beide Seiten größere Flexibilität zu ermöglichen? Wie sollen sich die MieterInnen der Tabakfabrik organisieren – Besser im Verbund verhandeln oder einzelne Mietverträge abschließen? Verein, GmbH oder doch eine Wohnheim wie die Sargfabrik in Wien? Wie muss man mit Einschränkungen durch den Denkmalschutz umgehen? Welche Grenzen werden einem bei der Nutzung gesetzt, was ist erlaubt, was nicht? Wer trägt das Versicherungsrisiko? 4. Arbeitsgruppe Stadtentwicklung / Leitung Lorenz Potocnik—> Die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung hat zum Ziel die städtebauliche Bedeutung der Tabakfabrik in Einklang mit einer Pioniernutzung durch Kreative und Kulturschaffende in Einklang zu bringen bzw. diese Erstnutzung für eine Entwicklung des Gebiets zu nutzen. Im Idealfall ist eine kulturelle und vielfältige Erstnutzung Wegbereiter und Teil einer urbanen Strategie. Das in seiner Größe und v. a. im Verhältnis zur Stadt Linz riesige Bauwerk muss umgedeutet werden. Der nötige Umbau zu einer wahrscheinlich vielschichtigen und sich immer wieder wandelnden neuen Bestimmung kann nur eine jahrelange – voraussichtlich 10 bis 15 Jahre – Entwicklung sein. Dieser Prozess kann nur auf einer gesamt-städtebaulichen Ebene stattfinden und bedarf einer zielgerichteten Pioniernutzung. Architektur oder Städtebau? Ort oder Vision? Das Areal der Tabakfabrik liegt an einem neuralgischen Punkt. Durch das “Öffnen der Insel“ entsteht eine völlig neue Situation. Ohne Vision für Linz ist die Entwicklung der Tabakfabrik nicht vorstellbar. Fragen sind (immer in Bezug auf Stadtentwicklung): Wie könnten die nächsten Jahre sinnvoll strukturiert und programmiert werden? Nach welchen Leitlinien oder Modellen sollte Pioniernutzung dort erfolgen? Wie kann die Pioniernutzung auch Stadtentwicklung bedeuten? |
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Projektteam / für den Inhalt verantwortlich:
Kontakt: Thomas Diesenreiter 06647824525 thomas@diesenreiter.at
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Sujet: Danijela Tolanov







