Archiv für die Kategorie: “Allgemein”

Nach dem erfolgreichen Workshop “Wollen wir wirklich Tabakfabrik?” gab es ein umfangreiches Medienecho, das wir euch nicht vorenthalten wollen:

07.12.2011: Heute (Print): Freie Kulturszene will in Tabakfabrik einziehen

07.12.2011: Kronenzeitung (Print): Der Tabakfabrik Linz soll 2012 Leben eingehaucht werden!

07.12.2011: Neues Volksblatt (Print): “Freie Szene” will die Tabakfabrik entern

07.12.2011: OÖN (Print): Linzer Tabakfabrik: Bitte warten!

07.12.2011: OÖN (online): Linzer Tabakfabrik: Bitte warten!

07.12.2011: Österreich (Print): Freie Kulturszene drängt in Tabakwerke

07.12.2011: Tips (Print): Diskussionsprozess um Zukunft der “Tschickbude” wurde neu aufgerollt

 

Hier unsere Presseaussendung im Original:

Im Rahmen eines 2-tägigen Workshops wurden am vergangenen Wochenende Fragen einer möglichen teilweisen, kulturellen Pioniernutzung des Bauensembles behandelt. Mit Impulsreferaten aus unterschiedlichsten Bereichen und in einer prozessorientierten und offenen Form haben 30 Akteure und Expertinnen aus verschiedensten Disziplinen vor Ort zusammengearbeitet, um den komplexen Fragestellungen des Areals nachzugehen.

Im Zuge eines intensiven Prozesses ist in vier Gruppen an den Themenfeldern Raum, Organisation, Recht und Stadtentwicklung gearbeitet worden – dabei wurden besonders Aspekte von Offenheit, Transparenz und Partizipation berücksichtigt. Entsprechend des prozess- und ergebnisoffenen Designs, das im Sinne einer breiten Beteiligung von Akteuren aus dem freien Kunst- und Kulturbereich abzielt, hat sich die titelgebende Fragestellung „wollen wir wirklich Tabakfabrik?“ in eine klare Zielrichtung von „Wir wollen Tabakfabrik probieren!“ gewandelt.

Das Projektteam setzt sich aus Thomas Diesenreiter (kuqua), Lorenz Potocnik (umbauwerkstatt 2012), Stefan Haslinger (Kupf), Claudia Seigmann (theaternyx) und Tanja Brandmayr (RedSapata) zusammen.

Finanziert wurde der Workshop aus Mitteln des LinzImpuls-Förderprogramms.

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Worum geht’s?

Die Tabakfabrik Linz steht seit nun zwei Jahren leer. Seit einem Jahr wird sie für sehr unterschiedliche Events genutzt. Eine Zwischennutzung im Sinne einer zielgerichteten Pioniernutzung findet noch nicht statt. Eine nahe und ferne Zukunft des Areals ist nach wie vor vollkommen offen. Trotzdem, und auch gerade deshalb, ist das einzigartige und riesige Areal und Ensemble Projektionsfläche für alle möglichen Interessensgruppen in der Stadt. Insbesondere freischaffende Kreative und KulturarbeiterInnen streben nach einer möglichst raschen Pioniernutzung eines Teils der Tabakfabrik.

Im Rahmen eines zwei-tägigen Workshops wollen rund 20 Personen, Kulturschaffende, Architekten, Sozialwissenschafter und Juristen, die Möglichkeiten einer partiellen, kulturellen Pioniernutzung ausloten. „wollen wir wirklich Tabakfabrik?“ befasst sich daher speziell mit der Herausforderung einer zielführenden Erstnutzung/ Pioniernutzung durch v.a. lokale aber auch internationale Kulturschaffende.

Dabei werden Probleme und Möglichkeiten der Tabakfabrik in Hinblick auf eine 3-5 jährige solche Pioniernutzung in einem kleinen Teil der Tabakfabrik herausgearbeitet und nach möglichen Lösungen gesucht. Die Ergebnisse werden dann als Positionspapier in einer gemeinsamen abschließenden Pressekonferenz am Dienstag den 6.12. präsentiert.

Der Workshop findet vor Ort in der Tabakfabrik (ehem. Pfeifentabakgebäude, Donaulände) statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt um eine intensive Arbeitssituation zu schaffen. Anmeldungen sind verbindlich. Am Ende des Workshops (Samstag abend) gibt es einen öffentlichen Abschluss.

Ziel

Der Workshop „wollen wir wirklich Tabakfabrik?“ gliedert sich in vier inhaltlich sich ergänzende Arbeitsgruppen. Diese gehen folgenden Fragen nach:

  1. Was ist der tatsächliche Bedarf an Flächen der selbstständigen Kreativen und freien Kulturschaffenden in Linz ? Wie gut eignet sich die Tabakfabrik für diesen Bedarf?
  2. Welche Organisationsform kann die Vielfalt an Kreativen und Kulturschaffenden annehmen um diesen Bedarf und dieses Interessen zu aktivieren, zu bündeln und zu artikulieren?
  3. Welcher rechtlichen Grundlage bedarf es für eine 3-5 jährigen Pioniernutzung der Tabakfabrik? Welche Interessen haben hierbei jeweils die Eigentümer und die Nutzer?
  4. Nach welchen Leitlinien oder Modellen sollte eine kulturelle und kreative Pioniernutzung im Einklang mit der Stadtentwicklung erfolgen? Wie kann die Pioniernutzung auch Stadtentwicklung sein?

In der konzentrierten Form eines transdisziplinären Workshops soll eine realitätsbezogene und maßgeschneiderte Lösung für die Bedürfnisse der v.a. lokalen Kulturschaffenden in Hinblick auf eine Pioniernutzung gefunden werden.

Methodik

Der Workshop dauert zwei volle Tage und findet vor Ort in der Tabakfabrik statt. Beide Tage haben geschlossenen Charakter. Rund 20 ausgewählte Personen aus verschiedensten Disziplinen nehmen daran teil. Vier Arbeitsgruppen nähern sich aus unterschiedlichen Gesichtspunkten der Thematik einer raschen Pioniernutzung durch Kreative und Kulturschaffende. (Bedarf, Organisation, Rechtliches, Stadtentwicklung)

Freitag vormittag dient der gemeinsamen Wissensbildung: Impulsvorträge von Insidern bilden die Grundlage für die weiteren 1 ½ Tage:

    1. 09:30 Julius Stieber / Kulturdirektor der Stadt Linz
    2. 09:50 G. Prandstätter / Linz AG / 3. Strassenbahnlinie
    3. 10:10 Ulrike Knall-Brskovsky / Bundesdenkmalamt
    4. 10:30 Tanja Brandmayr / Theaterstudie „Neues Haus für Tanztheater“
    5. 10:50 Thomas Duschlbauer / Kreatives Oberösterreich
    6. 11:10 Thomas Schneider / Neue Arbeit Neue Kultur
    7. 11:30 Thomas Philipp / Kreative in Linz
    8. 11:50 Bernd Vlay / Europan Intention / Städtebau

Anschließend wird abwechselnd in Kleingruppen und in der großen Runde gearbeitet. Samstag Abend werden die vorläufigen Ergebnisse „work in progress“ berichtet. Konsulenten (insbesondere für Rechtliches) sind Teil des Workshops. „Wollen wir wirklich Tabakfabrik?“ will auch ein methodischer Versuch sein selbstorganisiert, partizipatorisch, transparent und ergebnisorientiert zu arbeiten. Ziel ist die Erarbeitung eines eigenes Positionspapiers.

Themen Arbeitsgruppen

1. Arbeitsgruppe Organisation / Leitung Stefan Haslinger

—> Die Arbeitsgruppe Organisation will herausfinden in welcher Form die vielen unterschiedlichen Akteure der freien Kulturtreibenden in Linz gemeinsame Interessen formulieren können bzw. welche Organisation möglich und nötig wäre um diese Interessen vertreten zu können.

Die erste Ebene geht der Frage nach: „Wer spricht?“ Dahinter steht die Überlegung, dass es für die Beteiligten klar sein muss, unter welchem Label, welcher Dachmarke Verhandlungen, Positionen, Projekte getätigt und entwickelt werden. Nur wenn für die Beteiligten klar ist, in welchem (Organisations-)Rahmen sich ihr Engagement bewegt, kann daraus auch eine tragfähige und durchsetzbare Handlungsfähigkeit entwickelt werden.

Auf der zweiten Ebene wird es darum gehen, Modelle möglicher Organisationsformen der angestrebten Pioniernutzung zu denken und zu entwickeln. Anhand von Best Practice Beispielen und möglichen Szenarien einer weiteren Zwischennutzung der Tabakfabrik Linz, wird daran gearbeitet werden, organisatorische Rahmen(-bedingungen) zu entwickeln, die es ermöglichen, künftige Entwicklungen bestmöglich zu begleiten.

Für und wider von etablierten und erprobten Organisationsmodellen stehen zur Debatte, ebenso wie das Erarbeiten von neuen Formen einer organisationellen Zusammenarbeit.

2. Arbeitsgruppe Raum / Leitung Tanja Brandmayr & Claudia Seigmann

—> Die Arbeitsgruppe Raum hat zum Ziel eine möglichst konkrete Erhebung des Bedarfs an Räumlichkeiten und die Art der Nutzung dieser Räumlichkeiten durch die beschriebene Zielgruppe der selbständigen Kreativen und freien Kulturschaffenden zu erarbeiten.

Wie viel Raum wird benötigt und von wem? Zu welchem Zweck und in welcher Qualität? Die anwesenden Workshop-TeilnehmerInnen stellen die Personen, Gruppen, Kollektive, Organisationen und Institutionen fest, die bereits jetzt dringenden Bedarf an Räumlichkeiten haben, bzw. die mittel- und langfristiges Interesse haben, in die Tabakfabrik zu übersiedeln. Wo könnten sich diese Räume in der Tabakfabrik befinden, welche Adaptionen wären notwendig, welche Kostenmodelle sind vorstellbar? Darüber hinaus soll ein Bedarf an temporärer Nutzung diskutiert werden, bzw. ein Bedarf, der als Off-Space oder Open-Lab definiert werden kann: Welche Phasen der Entwicklung braucht es dafür?

Da der Punkt „Bedarf“ in seiner Präzisierung möglicherweise sehr komplex ist, geht es in diesem Workshop vor allem darum, einen exemplarischen Fokus zu legen: Wie sind die Bedarfslagen innerhalb der darstellenden Kunst? Und was die Art und Weise einer Raum- und Infrastrukturnutzung anbelangt: Wie können diese Bedarfslagen über die Spartengrenzen Tanz, Theater, Performance gebündelt werden? Wem geht es um Zwischennutzung, wem um dauerhafte Nutzung? Wie und in welchem Verband könnte eine Pioniernutzung aussehen – und unter welchen Bedingungen?

3. Arbeitsgruppe Recht / Leitung Thomas Diesenreiter

—> Die Arbeitsgruppe Rechtliches hat zum Ziel rechtliche Rahmenbedingungen einer 3-5 jährigen Pioniernutzung der Tabakfabrik auszuloten. Dabei wird eine Mietsituation angestrebt, die der Komplexität einer Pioniernutzung d.h. sowohl Eigentümer als auch Nutzer mittelfristig gerecht wird.

Wie kann man gegenüber dem Eigentümer, der Stadt, argumentieren, um überhaupt die Möglichkeit zu einer kurz- und mittelfristigen Zwischennutzung zu haben? Wie können Ängste von Seiten der Eigentümer vermieden werden? Welche Rahmenbedingungen braucht es, um eine WIN WIN Situation zu schaffen? Wie könnte ein Mustervertrag aussehen, um für beide Parteien Rechtssicherheit zu schaffen? Wie sehen Alternativen zu Mietverträgen aus, um aus dem starren rechtlichen Mietrechts-Rahmen auszubrechen und für beide Seiten größere Flexibilität zu ermöglichen?

Wie sollen sich die MieterInnen der Tabakfabrik organisieren – Besser im Verbund verhandeln oder einzelne Mietverträge abschließen? Verein, GmbH oder doch eine Wohnheim wie die Sargfabrik in Wien? Wie muss man mit Einschränkungen durch den Denkmalschutz umgehen? Welche Grenzen werden einem bei der Nutzung gesetzt, was ist erlaubt, was nicht? Wer trägt das Versicherungsrisiko?

4. Arbeitsgruppe Stadtentwicklung / Leitung Lorenz Potocnik

—> Die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung hat zum Ziel die städtebauliche Bedeutung der Tabakfabrik in Einklang mit einer Pioniernutzung durch Kreative und Kulturschaffende in Einklang zu bringen bzw. diese Erstnutzung für eine Entwicklung des Gebiets zu nutzen. Im Idealfall ist eine kulturelle und vielfältige Erstnutzung Wegbereiter und Teil einer urbanen Strategie.

Das in seiner Größe und v. a. im Verhältnis zur Stadt Linz riesige Bauwerk muss umgedeutet werden. Der nötige Umbau zu einer wahrscheinlich vielschichtigen und sich immer wieder wandelnden neuen Bestimmung kann nur eine jahrelange – voraussichtlich 10 bis 15 Jahre – Entwicklung sein. Dieser Prozess kann nur auf einer gesamt-städtebaulichen Ebene stattfinden und bedarf einer zielgerichteten Pioniernutzung.

Architektur oder Städtebau? Ort oder Vision? Das Areal der Tabakfabrik liegt an einem neuralgischen Punkt. Durch das “Öffnen der Insel“ entsteht eine völlig neue Situation. Ohne Vision für Linz ist die Entwicklung der Tabakfabrik nicht vorstellbar. Fragen sind (immer in Bezug auf Stadtentwicklung): Wie könnten die nächsten Jahre sinnvoll strukturiert und programmiert werden? Nach welchen Leitlinien oder Modellen sollte Pioniernutzung dort erfolgen? Wie kann die Pioniernutzung auch Stadtentwicklung bedeuten?

Projektteam / für den Inhalt verantwortlich:

  • Thomas Diesenreiter – Kulturquartier Tabakwerke
  • Stefan Haslinger – KUPF Kulturplattform Oberösterreich
  • Tanja Brandmayr – RedsapataClaudia Seigmann – theaternyx
  • Lorenz Potocnik – umbauwerkstatt 2012
  • Thomas Philipp – liqua

Kontakt:

Thomas Diesenreiter 06647824525 thomas@diesenreiter.at
Lorenz Potocnik 06505673697 lorenz@potocnik.net

 

Projektpartner

Finanziert durch

Sujet: Danijela Tolanov

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WORUM GEHTS:
Katharina Gruzei, Studentin an der Kunstuni Linz, dreht am 20. Oktober einen kurzen Experimentalfilm in den Tabakwerken mit dem Titel “Die ArbeiterInnen verlassen die Fabrik”.
Der Film bezieht sich einerseits auf die ersten vorgeführten Filmaufnahmen der Geschichte -  Brüder Lumiere “Die Arbeiter verlassen die Fabrik”- und andererseits auf die Schließung der Linzer Austria Tabak Werke an sich.
Spezielles Anliegen ist dabei die Represantation arbeitender Frauen.
Zu sehen sein soll eine Menschenmasse, die die Fertigungszeile entlang marschiert und schließlich die Fabrik verlässt.

WANN:
Donnerstag, 20. Oktober 2011 – 19 Uhr

WO:
Tabakwerke Linz, Eingang Ludlgasse

AUFGABE DER STATISTINNEN:
In einer Gruppe von Menschen, in gewöhnlicher, dunkler und unbedruckter Alltagskleidung einen Gang in der Tabakfabrik entlang gehen und dabei gefilmt werden.
Keine schauspielerischen Fähigkeiten notwendig!

DREHDAUER:
etwa 2 Stunden

KLEINER DANK FÜR DIE MITHILFE:
20 Euro

Aus organisatorischen Gründen bitte unbedingt ganz kurz per E-Mail, Telefon oder Facebook-Page mit Altersangabe anmelden!

KONTAKT:
Tel.:     0681/ 209 047 59
E-Mail:   fabriklinz@gmail.com
Facebook: facebook.com/fabriklinz

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