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1. prepare ! Symposium zur Zukunft der Tabakfabrik Linz
Behrens, Städtebau, Planungsprozesse
12.11.2010 bis 13.11.2010 – Eintritt frei! (keine Anmeldung erforderlich)
Projektleitung: Lorenz Potocnik
Team: Thomas Philipp, Gunar Wilhelm, Christoph Weidinger, Clemens Bauder
Partner: Entwicklungsgesellschaft TFL, Nordico Stadtmuseum Linz
Das afo architekturforum oberösterreich hat in Hinblick auf die Transformation der ehemaligen Tabakfabrik in Linz die Initiative „umbauwerkstatt 2010“ entwickelt. Es handelt sich dabei um ein Forschungslabor zur Nachnutzung der Tabakfabrik, dass sich als Think Tank versteht und nötige Ideen und Entscheidungsgrundlagen von außen zutragen will.
PROGRAMM
Fr. 12.11., 19.00 Uhr – Eröffnungsvorträge
Ort: afo architekturforum oberösterreich
Hartmut Frank, Hamburg, „Der ganze Behrens“
Philippe Cabane, Basel, „Kultur der Bewirtschaftung“
Sa. 13.11., 10.00 Uhr – Zukunft der Tabakfabrik Linz
Ort: Tabakfabrik Linz, „Lösehalle“, Untere Donaulände 74
Lorenz Potocnik, Linz / Wien, „In 20 Zügen in die Zukunft“
Wolf Dieter Albrecht, Stadtplanung Linz, „Kontext Tabakfabrik“
Gunter Amesberger, Stadtentwicklung Linz, „Linz und die Tabakfabrik“
Martina Baum, Zürich / Karlsruhe „Von Industriebrachen zu urbanen Orten“
Dietmar Wiegand, Frankfurt / Wien, „Stadtentwicklung mit Projekten“
14.00 Uhr – Internationale Beispiele
Baumwollspinnerei, Leipzig: Bertram Schultze, SPINNEREI
Andel`s Hotel, Manufaktura, Lodz: Wojciech Poplawski, OP Architekten
Kabelwerk, Wien: Axel Linemayr, pool Architektur; Manfred Schenekl, Stadttheoretiker
Diskussion – „Was ist davon für Linz anwendbar?“, Moderation: Tim Kolvenbach, Wien
19.00 Uhr – Wissensstand feiern!
weitere Termine
Salon 4: 24. 11. 2010, 19.00 Uhr “Szenarien für die Tabakfabrik Linz oder wie kommen wir zu Ideen?”
2. Rendez Vous mit Peter Behrens
geführte Rundgänge in der Tabakfabrik, Treffpunkt: Tabakfabrik / Eingang Ludlgasse
Sonntag 21.11.2010, 11.00 Uhr
Sonntag 05.12.2010, 11.00 Uhr
Führung mit den Architekten Lorenz Potocnik, Christoph Weidinger und Gunar Wilhelm.
Mindestteilnehmerzahl: 15 Personen, Kosten: Euro 10,00 / Person, Kinder frei
Anmeldung: office@afo.at
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Über Umwege erreicht uns heute eine Einladung zu einer Pressekonferenz der Stadt Linz:
Der bevorstehende Kauf der Linzer Tabakfabrik durch die Stadt Linz eröffnet neue Perspektiven für eine Nutzung des Gebäudekomplexes. Im Auftrag der Stadt Linz hat der Verstand des Instituts für Organisation der Johannes Kepler Universität, Univ.-Prof. Dr. Robert Bauer, eine Vorstudie zur Nutzung des Areals der Linzer Tabakfabrik ausgearbeitet. Die Studie ist Thema einer Pressekonferenz von Bürgermeister Franz Dobusch, Finanzreferent Stadtrat Johann Mayr und des Studienautors Univ.-Prof. Dr. Robert Bauer am
Donnerstag, 7. Mai 2009, 11 Uhr,
im Pressezentrum des Alten Rathauses, Hauptplatz 1, 4. Stock.
Wir sind vorort und sind gespannt, welche Ergebnisse präsentiert werden. Ursprünglich sollte die Studie Ende des Jahres 2008 präsentiert werden. Trotz Aufforderungen von mehreren Seiten wurde die Studie bisher weder an uns, an andere politische Parteien abseits der SPÖ oder an den Kulturstadtrat übergeben.
Zur Erinnerung: Vor über 18 Monaten wurde der Beschluß im Gemeinderat gefasst, dass die Stadt sich um den Ankauf der Tabakwerke bemühen soll. Bis dato wurde dennoch völlig offen gelassen, in welche Richtung die Nachnutzung gehen sollte – ob diese einen kulturellen, wirtschaftlichen oder Bildungs-Fokus haben soll. Die Vorschläge wurden zwar angehört, die Initiativen allerdings nie aktiv informiert oder eingebunden – Integrative Städteplanung sieht anders aus.
Die Gruppe “Kulturquartier Tabakwerke” fordert eine aktive Einbindung der lokalen Künstlerinnen und Künstler und der Kulturvereine. Nur durch die Möglichkeit zur Partizipation am Gestaltungsprozess kann eine sinnvolle Nachnutzung gewährleistet werden.
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Erschienen am 15.03.2009 in der oberösterreichischen Rundschau:

Wir freuen uns über die Ankündigung Stadtrat Mayrs, VertreterInnen der Kunst- und Kulturszene in das Entwicklungsgremium einzubinden. Nun stellt sich die Frage, welche Personen konkret eingeladen werden – der Verein Kulturquartier Tabakwerke bietet der Stadt Linz seit jeher seine Mitarbeit an, und wir freuen uns auf ein klärendes Gespräch mit Herren Stadtrat Mayr.
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Wir wurden auf Radio FRO im Rahmen der Sendung “Radio KUPF” inverviewed – organisiert von der Kulturplattform Oberösterreich.
Scheinbar ist es fix: Die Stadt Linz kauft die Austria Tabakwerke, was damit geschehen wird, ist offen. Von einem Design-Museum ist zu hören, Tanztheater, Medizin Uni … ein konkretes Konzept soll ein eigens installiertes ExpertInnengremium erarbeiten. Spannend wird, wer diesem Gremium angehören soll.
Der Verein Kulturquartier Tabakwerke fordert seit Mai 2008 die kulturelle und künstlerische Nutzung durch die Freie Szene, hat ein Nutzungskonzept vorgelegt und der Stadt mehrmals seine Mitarbeit angeboten. Bisher erfolglos.
Eine Live-Sendung mit Thomas Diesenreither vom Verein Kulturquartier Tabakwerke und kurzen Statements von Stadtrat Mayr und Vizebürgermeister Watzl.
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Erschienen am 08.03.2009 in der oberösterreichischen Rundschau:
 Zukunft von Tabakfabrik: Kritik an Expertenteam
Kommentar:
 Unnötiger Kulturstreit
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Erschienen am 04.03.2009 in der Linzer Tips:
 Künstler bei Tabakfabrik einbinden
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Wir haben heute eine Presseaussendung mit einer Stellungnahme zu den aktuellen Entwicklungen rund um die Tabakwerke Linz veröffentlicht.
Zusammenfassung:
- Wir begrüßen die klaren Aussagen von SPÖ, ÖVP und den GRÜNEN, die Tabakwerke auch kulturell zu nutzen.
In dem angedachten ExpertInnengremium zur Entwicklung der Tabakwerke sollen allerdings nur VertreterInnen aus Wirtschaft, Universität und Politik sitzen, der Kulturbereich wurde bisher nicht erwähnt.
- Wir fordern die Einbindung von Künstlerinnen und Künstlern und von Kulturverbänden in das Entwicklungsgremium für die Tabakwerke. Die Stadt muss jene Menschen einbinden, die später die Tabakwerke beleben sollen, dies ist die einzige Möglichkeit, wie ein sinnvolles kulturelles Nutzungskonzept entwickelt werden kann.
- Weiters fordern wir die Veröffentlichung der von der Stadt Linz in Auftrag gegebenen Studie, um die Entscheidungen der Stadt transparenter zu machen.
Langtext:
Seit Mai 2008 engagiert sich die Gruppe Kulturquartier Tabakwerke für eine Nutzung der Tabakwerke mit klarem kulturellen Fokus. Viele Briefe wurden geschrieben, Artikel und Interviews lanciert, Termine mit EntscheidungsträgerInnen wahrgenommen. Subventionsansuchen für die Entwicklung konkreter Konzepte wurden eingereicht.
Mittlerweile ist es fix, dass die Stadt Linz den Zuschlag erhält, offen ist lediglich der Kaufpreis.
Also stellt sich nun umso mehr die Frage, in welcher Form die Tabakwerke in Zukunft genutzt werden sollen. Letztes Jahr gab die Stadt Linz zur Beantwortung dieser Frage eine Studie bei Herren Dr. Robert Bauer, tätig bei der JKU Linz, in Auftrag. Diese wurde Ende Jänner der Stadt präsentiert und übergeben, und laut den Medienberichten und Interviews mit Stadtrat Johann Mayr kommt sie zu dem Schluss, dass eine kulturelle Nutzung sehr wohl möglich wäre – genauso wie eine Reihe anderer Nutzungsmöglichkeiten. Auch die Positionen der Parteien gehen in eine eindeutige Richtung:
„Die SP sieht die künftige Tabakfabrik vorwiegend als Stätte für Kultur und Bildung”
„Die Linzer VP will die Tabakfabrik, geht es nach Vizebürgermeister Erich Watzl, zum Kulturquartier mit Veranstaltungs-, Probe- und Büroräumen machen.”
“Auch die Linzer Grünen plädieren für eine kulturelle Nutzung – als Ergänzung zur nahen Kulturmeile mit Platz für die freie Kunstszene und für Schulen.”
(alles Zitate aus den OÖN vom 09.02.2009)
In dem angedachten ExpertInnengremium sollen nur VertreterInnen aus Wirtschaft, Universität und Politik sitzen, der Kulturbereich wurde außen vorgelassen.
Auf unseren Brief an Stadtrat Mayr, doch auch ExpertInnen aus dem Kulturbereich einzubinden, gab es keine Reaktion, auf telefonische Nachfragen wird nicht reagiert. In einem Gespräch mit Stadtrat Luger erfährt man, dass die Tabakwerke kommerziell verwertet werden sollen, wodurch er sich eine kulturelle Nutzung eher nicht vorstellen kann.
2009 will Linz Kulturhauptstadt sein, und sieht den Titel der europäischen Kulturhauptstadt sowohl als Auszeichnung, als auch als Startschuss für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Doch wenn Linz eine Kulturhauptstadt bleiben will, so muss sie ihren großen Worten auch große Taten folgen lassen. Es müssen die Chancen begriffen werden, die die Ansiedlung von KünstlerInnen in einer Stadt bedeuten.
Wir haben nun viel in Ausstellungsräume und in Aufführungsräume investiert, doch wir lassen außer Acht, jene KünstlerInnen zu fördern, welche diese Räume einmal bespielen sollen.
Wessen Bilder sollen einmal im Lentos hängen, wenn niemand die Möglichkeiten hat, diese zu malen? Wer soll in der Stadtwerkstatt Konzerte spielen, wenn niemand einen Proberaum findet? Wieso müssen wir für Linz09 KünstlerInnen importieren, statt uns langfristig Gedanken zu machen, wie man die eigenen KünstlerInnen so unterstützen kann, dass sie selbst international gefragt sind?
Die Stadt Wien ist nicht zufällig zu einer Musikhauptstadt geworden – dies war das Ziel eines langen, über viele Dekaden hin vollzogenen Plan der Politik. Wo sind diese Pläne heute? Man kann und muss von der Politik einfordern, eben jene Perspektiven zu entwickeln und auch konsequent zu verfolgen.
Es muss die Grundlage für eine florierende Kunst- und Kulturszene geschaffen werden.
Es braucht Strategien, wie man die Abwanderung der kreativen Kräfte verhindern kann. Es braucht Perspektiven für die existierenden Künstlerinnen und Künstler und für jene jungen Talente, welche jedes Jahr an der Kunstuniversität ausgebildet werden, nur um nach ihrem Studium entweder fortziehen oder kunstferne Berufe ausüben zu müssen.
Und auch für jene KünstlerInnen, welche bereits in Linz leben und arbeiten. Im Jänner wurde die Studie zur sozialen Lage der österreichischen KünstlerInnen vom Kulturministerium veröffentlicht, und diese belegen die Missstände in jenem Bereich, der für Österreich identitätsstiftend ist. In der Kulturnation Österreich lebt ein großer Teil der KünstlerInnen unter der Armutsgrenze, muss sich mit Aushilfsjobs trotz durchschnittlich höherer Qualifikationen über Wasser halten.
Wir, und auch viele andere KünstlerInnen und Kulturschaffende bieten der Stadt Linz unsere Mitarbeit an.
Die Tabakwerke bieten die Chance, eine langfristige Perspektive zu entwickeln, doch dies kann nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen – und dafür muss die Politik zuerst die ansässigen KünstlerInnen in ihr Boot holen. Wir fordern die Einbindung von Künstlerinnen und Künstlern, von Kulturverbänden in die Entwicklungsgremien für die Tabakwerke. Die Stadt muss jene Menschen einbinden, die später die Tabakwerke beleben sollen, dies ist die einzige Möglichkeit, wie ein sinnvolles kulturelles Nutzungskonzept entwickelt werden kann.
Weiters fordern wir die Veröffentlichung der von der Stadt Linz in Auftrag gegeben Studie, um die Entscheidungen der Stadt transparenter zu machen.
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In den letzten Wochen sind einige Artikel über die Tabakwerke erschienen, hier eine kurze Übersicht:
09.02.2009: OÖN (online): Tabakfabrik zwischen Verkauf, Modulen und Szenarien
09.02.2009: OÖN (online): Nutzungskonzepte der Parteien
25.02.2009: OÖN (online): Architektur-Prunkstück wird Heimat für Kunst und Wissenschaft
26.02.2009: OÖN (online): „Wir wollen keine Kramuri-Kiste“! Ringen um Zukunft der Tabakfabrik
Interessant ist, dass – abgesehen von der FPÖ – allen Parteien eine kulturelle Nutzung vorschwebt:
„Die SP sieht die künftige Tabakfabrik vorwiegend als Stätte für Kultur und Bildung”
„Die Linzer VP will die Tabakfabrik, geht es nach Vizebürgermeister Erich Watzl, zum Kulturquartier mit Veranstaltungs-, Probe- und Büroräumen machen.”
“Auch die Linzer Grünen plädieren für eine kulturelle Nutzung – als Ergänzung zur nahen Kulturmeile mit Platz für die freie Kunstszene und für Schulen.”
Nun soll ein ExpertInnengremium eingerichtet werden:
Fachleute, die sich aus dem Universitäts-, Wirtschafts- und Architekturbereich zusammensetzen, wünscht sich Mayr: „Schön wäre auch jemand mit internationaler Erfahrung.“
Wohlgemerkt soll niemand aus dem Kulturbereich in dem Gremium sitzen. Wir haben Herren Mayr schriftlich aufgefordert, auch VertreterInnen des Kulturbereichs einzubinden und unsere Mitarbeit angeboten, leider bisher ohne Rückmeldung.
Zwei Wochen später lässt Stadtrat Mayr mit folgendem Zitat aufhorchen:
„Wir wollen keine Kramuri-Kiste. Wir streben für die künftige Nutzung der Tabakfabrik eine klare strategische Ausrichtung an“, sagt der für die Kaufverhandlungen zuständige Linzer Finanzstadtrat Johann Mayr (SP).
Und die strategische Ausrichtung sieht so aus:
Universitätsprofessor Robert Bauer (Institut für Organisation der Kepler-Universität) legte die Richtung in einer Studie im Auftrag der Stadt Linz fest: Bildung, Forschung, Kultur, Kreativwirtschaft, Wohnen.
Eine sehr breite Ausrichtung, die sich durchaus mit unseren Vorschlägen deckt. Und auch hier wird wieder eine kulturelle Nutzung genannt,
Die Studie wurde übrigens bis heute nicht der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Linzer Stadtkulturbeirat hat die Studie Anfang Februar bei einer Sitzung angefordert, und sie bis jetzt nicht bekommen.
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Daniel Friesecker vom noch taufrischen Online-Magazin JunQ.at hat einen interessanten Artikel über die Tabakwerke und deren zukünftiger Nutzung verfasst.
“Was dieSzene vor allem braucht ist Platz – es fehlt an Proberäumen für Bands, Ateliers für junge KünstlerInnen und an subventionierten Büros für Kulturprojekte.”
Zum kompletten Artikel geht es hier:
Link zu JunQ.at
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